Schweizer-Verpackung - News-Corner 29.11.2024 KOF Geschäftslageindikator: KOF Geschäftslage im November - Lichtblick in unruhigen Zeiten
Der KOF Geschäftslageindikator steigt im November den zweiten Monat in Folge. Im Vergleich zur heterogenen Branchenentwicklung im Oktober ist die Besserung im November breit abgestützt. Die Schweizer Wirtschaft spürt leichten Rückenwind.
Wie der Gesamtindikator steigt auch der des Verarbeitenden Gewerbe den zweiten Monat in Folge. Die Geschäftslage in dieser Branche ist im Herbst bisher deutlich weniger ungünstig als im ersten Halbjahr dieses Jahres. Während sich die angespannte Geschäftslage bei den Vorprodukteherstellern und den Konsumgüterproduzenten im November entspannt, ist die Entwicklung bei den Investitionsgüterproduzenten weiterhin abwärtsgerichtet. Insgesamt sind im Verarbeitenden Gewerbe die Produktionsplanungen mit Blick auf die kommenden drei Monate nach wie vor verhalten positiv.
In den anderen monatlich befragten Wirtschaftsbereichen – Projektierungsgewerbe, Baugewerbe, Finanz- und Versicherungsdienstleistungen, Detailhandel – erholt sich die Geschäftslage nach Rückschlägen im Vormonat wieder. Das Baugewerbe plant – saisonbereinigt – die Bautätigkeit in der nächsten Zeit stärker auszuweiten als bisher. Insbesondere im Teilbereich Bauhauptgewerbe (Hochbau und Tiefbau) nimmt die Zufriedenheit mit den Auftragsbeständen zu. Im Detailhandel sehen die Planungen bei den Verkaufspreisen vermehrt Abschläge vor. Die Detailhandelsunternehmen blicken der weiteren Umsatzentwicklung verhaltener entgegen als bisher.
Regional betrachtet hellt sich die Geschäftslage in fast allen Regionen auf. Dies insbesondere in der Ostschweiz und in der Genferseeregion, etwas weniger ausgeprägt aber auch in der Nordwestschweiz, in der Region Zürich und in der Zentralschweiz. Nahezu unverändert ist die Geschäftslage im Tessin und sehr leicht unter Abwärtsdruck ist sie im Espace Mittelland.
Die KOF Geschäftslage verdeutlicht die augenblickliche konjunkturelle Situation der Unternehmen. Das KOF Konjunkturbarometer ist dagegen ein Indikator für die Konjunkturperspektiven. Die Konjunkturuhr zeigt, dass es im ersten Halbjahr des Jahres 2024 Anzeichen für eine Konjunkturerholung gibt. Die Erholungstendenz setzt sich im zweiten Halbjahr fort, ist aber fragil.