Pack-Magazin

Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen = eine Welt ohne Abfall?

Eine Welt ohne Abfall? Illusion oder umsetzbare Vision? Wir produzieren jährlich Berge von Abfall. Laut BAFU erzeugte 2016 jede Person rund 716 Kilo davon. Innovative Verpackungen, die biologisch abbaubar sind, mehrfach genutzt und recycelt werden können, sind eine gangbare Möglichkeit um diese Berge zu reduzieren und wirken sich gleichzeitig positiv auf die CO2 Bilanz aus. Intelligent produzierte Verpackungen aus nachwachsenden Rohstoffen lassen sich kompostieren und werden zu wertvollen Nährstoffen. Nachhaltigkeit. Abfallvermeidung. Recyclingfähigkeit. Alles Worte der Stunde. Die Vision geht aber noch weiter als das ‘Cradle To Cradle’ Prinzip. Die These lässt sich laut den Wissenschaftlern und Visionären Michael Braungart und William McDonough weiterfĂĽhren: Intelligente Verschwendung resultiert in Upcycling und fĂĽhrt in eine neue Ăśberflussgesellschaft. Seien wir bildlich: wir sehen einen prächtigen Kirschenbaum. Er bietet Wohnraum fĂĽr Vögel und ist grosszĂĽgiger Gastgeber und Ernährer von unzähligen Tier- und Insektenarten. Er schenkt seine FrĂĽchte auch dem Menschen. Es schwächt ihn nicht, er wird nicht ausgeplĂĽndert. Was ĂĽbrigbleibt vom Ăśberfluss fällt zu Boden und kommt als DĂĽnger und Näherstoff zum Baum zurĂĽck. Alle profitieren – Abfall gibt es keinen.

arbo Plastic AG - Welt ohne Abfall

Längst ist bekannt, dass es Alternativen gibt zu konventionellem Plastik, der von unseren fossilen Rohstoffreserven zehrt. Biobasierte sowie biologisch abbaubare Kunststoffe nehmen eine Sonderstellung ein und erfĂĽllen bereits heute die Voraussetzungen, der von der EU Kommission 2018 erarbeiteten Strategie fĂĽr Kunststoffe in der Kreislaufwirtschaft ‘EU Strategy for Plastics in the Circular Economy’. Sie fordert, dass ab 2030 alle Kunststoffverpackungen auf dem EU-Markt recyclingfähig sind. Was die Kunststoffindustrie vor eine grosse Herausforderung stellt. Gleichzeitig ist es die grosse Chance fĂĽr die Zukunft unserer Umwelt.

Biobasierte Kunststoffe können aus Mais, Zuckerrohr, Rizinusöl, Cellulose oder gar Chitosan mit Grapefruit Samenextrakten hergestellt werden. PLA zum Beispiel entsteht aus Milchsäure. Laufend erweitert sich das Spektrum, die Forschung agiert äusserst aktiv und engagiert in diesem Bereich. Zu den positiven Aspekten von Bioplastik gehört auch die Tatsache, dass sie den Foodwaste verringern, der zu einem grossen Teil direkt in der Landwirtschaft und bei der Verarbeitung entsteht. Denn Rüstabfälle lassen sich bestens zu Biokunststoff verarbeiten. Die vorhandenen Mengen sind gross genug, damit keine zusätzlichen Agrarflächen benötigt würden. Die beigefügte Grafik der IfBB Institut for Bioplastics and Biocomposites zeigt eindrücklich, dass Agrarflächen für nachwachsende Rohstoffe nur einen relativ kleinen Prozentsatz ausmachen.

arbo Plastic AG - Welt ohne Abfall Bild 2

Dass die weltweit konsumierte Zuckermenge viel zu hoch ist und unseren Körper schädigt ist keine neue Erkenntnis. Der Zuckerkonsum muss schon unserer Gesundheit zuliebe reduziert werden. Zuckerrohr aus dem Süden Brasiliens ist einer der Hauptrohstoffe für die Produktion von PLA. Eine Situation, in der es nur Gewinner gibt: der sensible und arg bedrängte Regenwald im Amazonasgebiet wird geschont. Die Zuckerrohrbauern können weiterhin in den gewohnten Mengen produzieren und sich damit ihren Lebensunterhalt sichern. Der Zucker wird nicht für den Konsum verarbeitet, sondern schützt in Form von biobasierten und biologisch abbaubaren Verpackungen wertvolle Produkte und verlängert damit ihre Frische und Lebensdauer. Ist das Produkt verbraucht, geht die Verpackung dank der Kompostierung in den biologischen Kreislauf zurück und wird so wiederum zur Grundlage und Nährstoff für neues Leben. Traumhaft gar wäre es, wenn Verpackungen in dem Masse sammelbar würden, wie das bereits bei Glas, Alu und PET der Fall ist. Sammelstellen für Verpackungen, welche durch die Gemeinde- und Stadtverwaltungen durch effiziente Kompostierung als Dünger für die Landwirtschaft dem Boden zurückgegeben werden könnten.

arbo Plastic AG - eine Welt ohne Abfall

Lassen wir unserer Fantasie freien Lauf! Welche Produkte sollten biobasiert verpackt sein? Wo machen kompostierbare Hüllen Sinn? Bereits gibt es eine Fülle davon. Wenn die Verpackung zurück in die Natur fällt, dann macht dies generell Sinn: Nähmaterial bei chirurgischen Eingriffen, Baumschutz für Jungbäume im Wald oder gar exotische Ideen wie Tennisbälle, die nicht mehr eingesammelt werden müssen, sondern sich in der Natur auflösen. Kinderspielzeug, das am Strand vergessen geht, gelangt in den Kreislauf und nicht als Plastik für ewig ins Meer. Ob hingegen essbare Käseverpackungen aus Milchproteinen sinnvoll sind, erscheint schon aus Hygienegründen fraglich. Haben Sie die zündende Idee? Ihr ganz persönliches Projekt, Ihren individuellen Stein, der in das grosse Mosaik passen könnte? Möchten Sie Ihren Beitrag realisieren, damit unser Planet möglichst lange in seiner Vielfalt und Schönheit erhalten bleibt?

Wir sind gespannt auf Ihre kreativen Ideen und unterstĂĽtzen Sie gerne bei der Umsetzung!

LektĂĽre zum Thema von Michael Braungart/William McDonough        

Cradle to Cradle – Einfach intelligent produzieren                                          

Intelligente Verschwendung – The Upcycle: Auf dem Weg in eine neue Ăśberflussgesellschaft


Quelle:
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