Verpackungslexikon

Parafilm

Parafilm ist eine dehnbare, weißlich durchscheinende Verschlussfolie, aus – etwa 50:50 – Paraffin-Wachs und Polyolefin (Polyethylen), hergestellt von der Firma Pechiney Plastic Packaging (frĂŒher: American National Can Company). Im Chemielabor wird sie zum Verschließen verschiedener GefĂ€ĂŸe (auch mit unregelmĂ€ĂŸigem Rand, Ausgießer) verwendet, um VerschĂŒtten, Verunreinigen und Verdunsten weitgehend zu vermeiden. In biologischen Labors wird Parafilm, oder das Konkurrenzprodukt Nescofilm, zum Verschließen von Petrischalen verwendet. Dieses Vorgehen findet meist in der Zell- und Gewebekultur Anwendung und verhindert das Austrocknen der Explantate und des Mediums sowie eine Kontamination durch Bakterien oder Pilze.

Eigenschaften
Es ist eines der einfachsten und gleichzeitig gebrĂ€uchlichsten Hilfsmittel im Laboralltag und kommt seit etwa 1980 in Rollenform mit Trennpapier auf den Markt. Die Dehnbarkeit erlaubt den Einsatz Ă€hnlich handelsĂŒblicher Frischhaltefolie fĂŒr die KĂŒche. Die VorzĂŒge von Parafilm sind:

- dicker (0,127 mm) und deutlich dehnbarer (bis +200 %). Reißdehnung: 300 %
- bestÀndig gegen eine Vielzahl von Chemikalien
- unbestÀndig gegen Benzol, Chloroform, Diethylether, Tetrachlorkohlenstoff, Toluol
- gering gas- und wasserdampfdurchlÀssig
- klebt nur an sich selbst, wenn es bereits gedehnt wurde
- nicht giftig

Anwendungsgebiete und -bedingungen
Parafilm kann von −45 bis +50 °C eingesetzt werden, ist bestĂ€ndig gegen SĂ€uren, Laugen, auch einige Alkohole, und ist drei Jahre lagerfĂ€hig. Er hinterlĂ€sst allerdings geringe Spuren am GefĂ€ĂŸ, schmilzt bei 60 °C (Flammpunkt 301 °C) und wird von leichtflĂŒchtigen, unpolaren organischen Lösemitteln wie Benzin oder Ether aufgelöst bzw. unter deren Dampfdruck eventuell schon abgehoben.

Durch geringes ErwĂ€rmen der ĂŒberlappenden RĂ€nder und Fingerdruck können diese miteinander verschmolzen werden. Mit etwas Übung können GefĂ€ĂŸe so luft- und flĂŒssigkeitsdicht versiegelt werden.

GegenĂŒber dem Uhrglas ist Parafilm vorteilhaft leicht, platzsparend und bruchfest. Es gibt auch leichte bruchfeste Uhr„glĂ€ser“ aus dem Kunststoff PTFE, der höheren Temperaturen widersteht. Auch kostengĂŒnstigere Alufolie wird zum Verschließen und Isolieren eingesetzt, die allerdings von SĂ€uren und Laugen angegriffen wird, nicht haftet, nicht dichtet, doch Licht- und WĂ€rmestrahlung reflektiert.

Durch den hydrophoben Charakter ist Parafilm eine ideale temporĂ€re Ablage fĂŒr einzelne Tropfen wĂ€ssriger FlĂŒssigkeit.

Von Modellbauern wird der Film benutzt, um Modelle beim Lackieren zu maskieren. Dazu dehnt man schmale Streifen des Materials und lĂ€sst sie dann etwa eine Minute lang ruhen bevor man sie anbringt. Ebenso kann eine Epoxy-Klebestelle durch Überziehen in Form gebracht und der Film nach dem AushĂ€rten praktisch rĂŒckstandsfrei wieder abgezogen werden.

Markenname
Parafilm ist ein Markenname der Bemis Company, USA.

Quelle: Wikipedia

 

 

 

 

Partner-Websites     Verpackungs-Guide                   Kunststoff-Schweiz                   Industrie-Schweiz                   Schweizer-MedTech

Schweizer Verpackung - Das Verpackungs-Portal fĂŒr die Schweizer Verpackungsbranche
Folgen Sie Schweizer-Verpackung auf Twitter
Folgen Sie Schweizer-Verpackung auf Facebook
Treten Sie der Gruppe Schweizer Verpackung auf XING bei

Schweizer-Verpackung - das Internetportal
fĂŒr die Schweizer Verpackungsindustrie

Linkedin

 

Suchen

×

☰Menü  

Startseite
Suchen 

 

Moplast Kunststoff AG