Fachartikel

Klebstoffe halten, was andere versprechen 

Verklebte Lebensmittelverpackungen m├╝ssen bis zum ├ľffnen durch den Konsumenten vielf├Ąltigen Belastungen standhalten – ohne dass die Adh├Ąsionskraft durch Einfl├╝sse wie Hitze, K├Ąlte oder Feuchtigkeit beein- tr├Ąchtigt wird. Neben den Anforderungen an die fertige Verpackung ist aber auch die Verarbeitbarkeit des Klebstoffes auf der Verpackungs- maschine von gro├čer Bedeutung. Lebensmittelverpackungen m├╝ssen vielen Anforderungen entsprechen. So haben sie vor allem zu informieren, zu segmentieren, zu sch├╝tzen und zu konservieren.

Dank der Entwicklung innovativer, flexibler Verpackungsl├Âsungen bleiben abge- packte Suppen und Kochzus├Ątze trocken, Feuchtt├╝cher feucht, Fleisch hygienisch und K├Ąse frisch. Kaffee und Tabak behalten ihr Aroma und die innere Schicht einer Saftverpackung wird nicht angegriffen. Ohne Kaschierung w├Ąren diese leichten, flexiblen Verpackungen nicht m├Âglich. Und ihr Erfolg h├Ąngt zu einem Gro├čteil von der Verklebung der verschiedenen Packstoffe ab: Die Klebstoffe m├╝ssen halten, was Produkt- und Verpackungshersteller versprechen.

Flexibel und sicher
Die Lebensmittelindustrie ist ein Hauptabnehmer flexibler Verpackungen: Kaffee, Schokolade, Snacks, Suppen, Tiefk├╝hlkost und viele andere Produkte lassen sich mit ihnen attraktiv, hygienisch und kosteng├╝nstig verpacken. Einfach f├╝r den Verbraucher, aber komplex f├╝r die den Verpackungshersteller und die dahinter stehende Technologie. Schon das Ausgangsmaterial, die hauchd├╝nnen Kunststoff-Folien, muss bahnweise mit Hilfe von Kaschierklebstoffen zu einem Verbund verklebt werden. Um bei empfindlichen Lebensmitteln bessere Barriereeigens- chaften zu erzielen, muss der Verbund gegebenenfalls noch durch eine zwischen den beiden Kunststoff-Folien verklebte Aluminiumfolie verst├Ąrkt werden. Hier entscheidet die Qualit├Ąt der Kaschierklebstoffe. Au├čerdem gelten strenge lebens- mittelrechtliche Bestimmungen. Internationale Lebensmittelkonzerne stellen immer h├Âhere Sicherheitsanforderungen an die Verpackungslieferanten. So gilt der Folienverbund erst dann als lebensmittelrechtlich sicher, wenn alle migrations- f├Ąhigen Bestandteile des Kaschierklebstoffs vollst├Ąndig ausgeh├Ąrtet sind. Das kann bei konventionellen Kaschierklebstoffen bis zu mehreren Wochen dauern.

IDiesen komplexen Herausforderungen hat sich beispielsweise Henkel gestellt: Leistungsstarke Klebstoffe f├╝r flexible Verpackungen, die Lebensmittel sicher vor ├Ąu├čeren Einfl├╝ssen sch├╝tzen und auch eine Kontamination durch Gefahrstoffe aus den Verpackungsmaterialien selbst ausschlie├čen. So sollen zum Beispiel die Liofol-Kaschierklebstoffe neue Ma├čst├Ąbe setzen. Denn sie erm├Âglichen nach Aussage des Herstellers ein bisher unerreichtes Sicherheitsniveau dank extrem kurzer Aush├Ąrtezeiten. Bei der Kaschierung von einfachen Verbunden soll es jetzt statt einer Woche nur noch einen Tag dauern, bis der Folienverbund den lebensmittelrechtlichen Bestimmungen entspricht. Und bei komplizierten Verbun- den verk├╝rzt sich die Aush├Ąrtezeit von zwei oder mehr Wochen auf h├Âchstens vier Tage.

Einfaches Handling – komplexer Prozess
Auch die Anbringung von Verschl├╝ssen im Verpackungsprozess stellt h├Âchste Anforderungen an den Klebstoff. Klebstoffe f├╝r den Kartonverschluss m├╝ssen auf Hochgeschwindigkeitsmaschinen zu verarbeiten sein, sollten ausgezeichnetes Hot-Tack bieten und schnell abbinden. Sie m├╝ssen auf lackierten und unlackierten Oberfl├Ąchen haften, ben├Âtigen bei Hei├čf├╝llprozessen eine hohe Hitze-, f├╝r Tiefk- ├╝hlanwendungen eine entsprechende K├Ąltebest├Ąndigkeit. Neben extrem hoher Klebkraft, hervorragendem Flie├čverhalten und einer gro├čen Anwendungsbreite spielt nat├╝rlich auch die Verarbeitbarkeit auf der Maschine eine zentrale Rolle. Mit dem neu entwickelten ÔÇ×Technomelt Supra Cool 130“ m├Âchte Henkel jetzt diese Eigenschaften auch f├╝r niedrige Verarbeitungstemperaturen anbieten. So konnten die Verarbeitungstemperaturen bei einem Supra-Hotmelt erstmals um durch- schnittlich 40 ┬║C auf 130 ┬║C gesenkt werden. Das soll zum einen bis zu 30 Prozent der Energiekosten sparen, zum anderen die Verbrauchswerte um 20 bis 35 Prozent reduzieren. Au├čerdem soll er im Vergleich zu anderen Hotmelts thermisch stabiler sein und ein sehr sauberes Flie├čverhalten aufweisen, ohne F├Ąden zu ziehen. Durch die niedrigere Verarbeitungstemperatur ist die Aufschmelzzeit des Klebstoffs geringer und die Maschinen k├Ânnen schneller angefahren werden.

Jede Verpackung eine Herausforderung
Die Klebstoffherstellung f├╝r die Verpackungsindustrie steht vor unz├Ąhligen weite- ren, zum Teil sehr spezifischen Anspr├╝chen. Ganz wichtig sind die Etiketten. Denn sie machen Marken. Entsprechend sensibel muss auch der Klebstoff sein, denn er kann ├╝ber den Erfolg eines Produktes entscheiden. Eine hauchd├╝nne Schicht muss gen├╝gen, damit das attraktive Label optimal haftet. Hier muss der Klebstoff auf die Oberfl├Ąche des Beh├Ąlters genauso abgestimmt weden wie auf das Material und Design der Etiketten, auf die Technik der Etikettiermaschinen, die beabsichtigte Verwendung und den Recycling-Prozess.

Ein weiteres Beispiel ist die Befestigung wiederverschlie├čbarer, auslaufsicherer Verschl├╝sse in Getr├Ąnkepackungen innerhalb einer Verpackungslinie. Der Kleb- stoff muss am Polypropylenverschluss wie an der PE-beschichteten, behandelten oder unbehandelten Pappe haften – auch bei nassen oder bedruckten Oberfl├Ąchen. Auf den vorhandenen Maschinen muss er sauber zu verarbeiten sein, Geschwindigkeits- wie Temperaturschwankungen aushalten und auch nach wiederholtem ├ľffnen und Schlie├čen des Verschlusses stark bleiben. Bei direktem Lebensmittelkontakt ist au├čerdem die FDA/BGVvV-Zulassung notwendig. Soll beispielsweise ein Strohhalm befestigt werden, m├╝ssen die Klebstoffe sowohl f├╝r OPP- als auch f├╝r PE-Folien geeignet sein. Die Oberfl├Ąche des Beh├Ąlters, die F├Ąrbe- und Druckmethoden m├╝ssen ber├╝cksichtigt werden. Der Klebstoff muss sich sauber verarbeiten lassen, darf keine F├Ąden ziehen, ben├Âtigt die FDA-Zu- lassung und manchmal noch eine hohe K├Ąltebest├Ąndigkeit.

Wieder andere Anspr├╝che haben rieseldichte Verpackungen: Sie m├╝ssen ihre Produkte – wie Waschmittel, M├╝slis oder Saatg├╝ter – auf der einen Seite vor dem Eindringen von Fremdstoffen sch├╝tzen, auf der anderen ein Austreten des F├╝llguts bei der Abf├╝llung verhindern. Hier sorgt die Fl├Ąchenversiegelung f├╝r diese Abdichtung ohne den Einsatz von Innenbeuteln, was wiederum Verpackungskos- ten spart. Und f├╝r die Trayaufrichtung m├╝ssen die Klebstoffe hohe Maschinenge- schwindigkeiten und warme Umgebungstemperaturen in der Verpackungslinie verkraften. Exportm├Ąrkte verlangen Best├Ąndigkeit gegen├╝ber Schwankungen der klimatischen Bedingungen. Klebstoffe f├╝r die Umverpackung m├╝ssen f├╝r verschie- dene Verpackungsmaterialien geeignet sein und eine hohe Anfangshaftung ha- ben. Sie m├╝ssen au├čerdem in Schlitzd├╝sen gleicherma├čen wie in Segementsauf- tragsverfahren einsetzbar sein. Und bei Schokoladenpapier gilt f├╝r die Klebstoffe, dass sie auch bei sehr hohen Maschinengeschwindigkeiten verarbeitbar sind und sauber in Punktapplikation aufgetragen werden k├Ânnen.

Jede Verpackungsform stellt andere Anspr├╝che an den zu verwendenden Kleb- stoff. Denn letztlich geht es immer darum, dass das Produkt, welcher Art auch immer, in einwandfreiem Zustand und perfekter Verpackung zum Endverbraucher gelangt – und ihn ├╝berzeugt.

Quelle

www.interpack.deInterpack Klebstoffe
interpack@messe-duesseldorf.de

Messe D├╝sseldorf GmbH
Postfach 10 10 06,
D-40001 D├╝sseldorf

Telefon: +49 (0)211 4560-01
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